Besonderheiten von Keramikmessern
Besonderheiten von Keramikmessern © blende40 – fotolia.com

Wer ein wirklich gutes, scharfes und langlebiges Küchenmesser sucht, greift heute immer öfter zu einem Keramik-Messer. Sie sind aus unserem Küchen-Alltag längst nicht mehr wegzudenken und vor allem bei jüngeren Menschen aber auch bei Profiköchen überaus beliebt. Was macht nun aber diese Messer so angenehm und praktisch? Sie sind relativ preisgünstig, in tollen Farben und schicken Designs zu haben, leicht und scharf und sofern man auf Qualität achtet, schneiden sie ganz phantastisch alles, was in einer Küche geschnitten werden soll. Ob Fleisch oder Wurst, Gemüse oder Brot, dünne Scheiben oder kleine Würfel, Keramikmesser schaffen es perfekt.

Woraus besteht ein gutes Keramik-Messer?

Keramik ist ein sehr weit gefasster Begriff und bezeichnet ganz unterschiedliche nichtmetallische Werkstoffe. Das Material guter Keramikmesser ist besonders fein und hochwertig. Es findet zum Beispiel auch in der Raumfahrt Verwendung, unter anderem für die Hitzeschilde von Weltraum-Raketen. Auch in der Medizin wird diese High-Tech-Keramik verwendet. Es werden unter anderem künstliche Hüftgelenke und Kniegelenke oder auch Beinprothesen daraus gefertigt.

Wo liegen die Vorteile von Keramikmessern gegenüber Messern aus Stahl?

Keramik hat gegenüber Stahl gleich mehrere Vorteile. Zum ersten ist dieses Material sehr viel leichter aber trotzdem extrem hart. Seine Härte ist vergleichbar mit der eines Diamanten. Zum zweiten ist hochwertige Industriekeramik extrem unempfindlich gegen Säuren, Rost und fast alle anderen chemischen und thermischen Einflüsse. Weil Keramikmesser unter gewaltigem Druck und Temperaturen bis 1.200 Grad Celsius hergestellt werden, bleiben sie bei ordnungsgemäßer Behandlung viele Jahre lang scharf. Mit einem Keramikmesser von guter Qualität kann man weiche und nachgiebige aber auch sehr harte Produkte in gleicher Weise gut damit schneiden. Außerdem rufen sie keine Allergien hervor, sind sehr hygienisch und leicht zu reinigen.

Gibt es auch Nachteile bei der Verwendung von Keramikmessern gegenüber Stahlmessern?

Ja und auch die sollen nicht verschwiegen werden. Ein Nachteil liegt darin, dass das Material Keramik viel spröder ist als Stahl. Dadurch kann es leichter brechen, zum Beispiel wenn man es versehentlich auf Steinboden oder ähnliches fallen lässt. Allerdings hat sich die Bruchsicherheit von Keramikmessern in den letzten Jahren gegenüber der Anfangszeit doch deutlich erhöht. Man sollte Keramikmesser trotzdem weder zum Hacken noch zum Ausbeinen oder zum Schneiden tief gefrorener Produkte verwenden, hier sind Stahlmesser besser geeignet. Auch die Verwendung von Glasbrettern oder Metallbrettern als Schneid-Unterlage sind nicht zu empfehlen. Ein weiterer kleiner Nachteil von Keramikmessern liegt darin, dass man sie nicht ohne weiteres selbst schärfen kann. Sie lassen sich mit den handelsüblichen Messerschleifern nicht bearbeiten, man brauchte schon einen speziellen Schleifer dazu. Allerdings fällt dieser Nachteil kaum ins Gewicht, weil die Keramikmesser eben so lange ordentlich scharf bleiben. Muss doch einmal eines geschliffen werden, dann bieten viele Hersteller auch ein kostenloses Nachschleifen der von ihnen produzierten Messer an.

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